Glas – eine erstarrte Schmelze, ein nicht-kristalliener Werkstoff

Glas gehört zur Gruppe der silikatischen Werkstoffe , zu der auch grob- und feinkeramische Materialien gehören. Im Gegensatz zu diesen besitzt Glas jedoch keine Kristallstruktur.

Glas wird vereinfacht als eine amorphe, erstarrte Schmelze ohne Kristallbildung oder auch als unterkühlte Flüssigkeit definiert.

Charakteristische Eigenschaften von Glas sind insbesondere seine Sprödigkeit (leichte Zerbrechlichkeit), gute Temperaturbeständigkeit, hohe chemische Beständigkeit und natürlich seine überragenden optischen Eigenschaften.

Die Rohstoffe zur Glasherstellung – Sand (Quarz), Soda, Kalk und Borax – beeinflussen in Abhängigkeit Ihrer Anteile in den Rezepturen gemeinsam mit weiteren Zuschlagstoffen bzw. Verunreinigungen massgeblich die Qualität und Ausprägung der Eigenschaften auch hinsichtlich seiner Stabilität gegenüber Umwelteinflüssen.

Die „Glaskrankheit“ ist ein Phänomen, welches auf einen zu geringen Kalkanteil in der Schmelze zurückzuführen ist, wodurch in der Regel ein Überschuss an Natrium- und Kalislikat entsteht. Besonders in feuchter Umgebung kommt es zu oberflächlichen Zersetzungserscheinungen, die durch eine Trübung, Riss- und Schuppenbildung bei irisierender Färbung gekennzeichnet sind. Diese Schäden sind irreversibel und sind nur durch entsprechende konservatorische und museumstechnische Maßnahmen aufzuhalten.

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